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1949 bis 1990

07.Oktober 1949 Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)

1950
Die Gemeinde Nörditz wird eingemeindet und wird somit ein Ortsteil von Gößnitz

1952
Mit der Bildung der Bezirke in der DDR, wird die Stadt Gößnitz in den Kreis Schmölln, Bezirk Leipzig, eingegliedert.

November 1952
Am 30. November 1952 bestanden im Kreis Schmölln 13 Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG), darunter die LPG Gößnitz, Typ III

1953
LPG Gößnitz hat 75 Mitglieder, eis gibt 6 volkseigene Betriebe. Wegen der katastrophalen Wirtschaftslage kam es immer wieder zu Streiks

17. Juni 1953
Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR

1954
Neubau einer Stahlbetonbrücke über die Pleiße, als Verbindung zwischen Freiheitsplatz und Bahnstraße und einer Brücke in Balken-/ Plattenmischsystem-Bauweise in Höhe der Gartenanlage „August–Bebel“, als Verbinndung von der August-Bebel-Straße zur Max-Jehn-Straße /Bahnhof.

Juli 1954
Mit 120 m³/s entspricht 410 l/(skm²) führt die Pleiße Hochwasser. Das ist bisher die höchste Menge, seit den Aufzeichnungen.

1954 - 1956
Das alte Freibad am Merlacher Weg war nach 1945 sehr baufällig geworden. Eine Instandsetzung war nicht mehr möglich, sodass man sich entschloss, im Rahmen des „Nationalen Aufbauwerkes“ (NAW) unterhalb vom Tannicht ein neues Freibad zu errichten. Viele Helfer leisteten für die modere Badeanlage freiwillige Stunden. Das schwer zu beschaffende Baumaterial wurde aus Lottomitteln bezahlt. (3)

1962 - 1963
Elektrifizierung der Reichsbahn Bahnstrecke Leipzig Hauptbahnhof – Reichenbach im Vogtland. Durch diese Baumaßnahme war die Stahl-Fachwerk-Bahnbrücke (1904) in der Bahnhofstraße anzuheben, damit die Fahrdrähte genügend Platz fanden. (sh. auch 2008 – 2010)

Juni 1965
Mit 107 m³/s entspricht 365l/(skm²) führt die Pleiße wieder Hochwasser. Jedoch noch deutlich unter dem Ereignis von 1954.

1965 – 1966
Instandsetzung des Pleiße-Abschnittes unterhalb vom Pegel Gößnitz

1967 - 1968
Hochwasserschutzanlagen entstehen in Gößnitz, die die beiden Gewässer Pleiße und Meerchen besser regulieren sollen. In der Südstraße entsteht ein Hochwasserschutzdamm mit Grundablass, der bei Hochwasser vom Meerchen geschlossen wird. Das aufstauende Wasser wird über einen Umflutgraben und Tosbecken der Pleiße zugeführt. Innerstädtisches Niederschlagswasser wird über das Schöpfwerk am Pegel Gößnitz bei Hochwassergefahr, mittels Pumpen, in die Pleiße gedrückt.
Dämme entlang der Pleiße wurden errichtet, damit abfließendes Hochwasser nicht in die Stadt drückt.

1971
Neubau eines Durchlasses vom Lumpzigbach in dem Ortsteil Naundorf, in die Dorfstraße.

Juni 1975
Mit 77 m³/s entspricht 263l/(skm²) führt die Pleiße erhöhtes Wasser

1973
Die Stadt Gößnitz plant den Neubau einer Fußgängerbrücke über die Pleiße am Pegel Gößnitz, da der Abschnitt mit den Hochwassermaßnahmen aus den Jahren 1965 / 66 in Ordnung gebracht wurde. Die alte Holzbrücke ist erneuerungsbedürftig.

November 1973
Die Gemeinde Pfarrsdorf mit dessen Ortsteil Koblenz wird in die Stadt Gößnitz eingemeindet, und wird somit ein Ortsteil von Gößnitz.

Um 1974
Umbenennung einzelner Straßen:

alte Straßenbezeichnung   neue Straßenbezeichnung
Friedrich-Ebert-Straße    Straße der DSF
Neumarkt     Karl-Marx-Platz
Mittelstraße     Leninstraße

1982 – 1983
Zum Bau der Fußgängerbrücke am Pegel Gößnitz, kaufte die Stadt zwei Pontonträger aus den Beständen der NVA (Nationale Volksarmee), damit entfiel eine aufwendige Pfeilerkonstruktion in der Pleiße. Zur Einhaltung des Hochwasserprofiles war es jedoch erforderlich einen Pfeiler außerhalb des Gewässers zu gründen und die beiden Ponton zu verlängern, auf eine Spannweite von ursprünglich 20,00m auf 25,80 m.

1983 – 1984
Bei Reichsbahn-km 8,90 der Strecke Glauchau – Gößnitz wird die kommunale Verbindungsstraße zur F 93 (jetzt B 93) nach Hainichen mit einer Gewölbebrücke (Baujahr: vermutlich um 1950) überspannt. Die Strecke sollte für spezielle Staatsaufgaben als Transportstrecke ausgebaut werden. Das vorhandene Lichtraumprofil der Brücke musste auf Grund der Elektrifizierung (ab Juni 1984) verändert werden. Das Gewölbe wurde abgebrochen, die Widerlager erhielten neue Auflagebänke und einen neuen Überbau aus Spannbetonfertigteilen. Die Arbeiten fanden im Zeitraum vom 15.09.1983 bis 01.06.1984 statt.

07. Oktober 1989
Michail Sergejewitsch Gorbatschow, Generalsekretär des ZK de KPdSU, soll in einem Vieraugengespräch am Rande des 40. Jahrestag der DDR folgenden Satz zu Erich Honecker gesagt haben: „Das Leben verlangt mutige Entscheidungen, Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ Dabei bezog sich Gorbatschow auf den nahezu bedrohlichen Reformrückstau in den RGW-Ländern. (1e)

09.November 1989
Am Abend des 09. November 1989 hält Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros der SED, in Ostberlin eine Pressekonferenz vor Journalisten aus aller Welt, die live im Fernsehen der DDR übertragen wird. Ab sofort können Privatreisen nach dem Ausland auch ohne Vorliegen von Voraussetzungen beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Damit ist die Innerdeutsche Grenze und die Berliner Mauer „gefallen“. (1e)

1989 - 1990
Gößnitzer Einwohner demonstrieren nicht nur in ihrer Heimatstadt, sondern auch zu den Montagsdemonstrationen in Leipzig. Nach 40 Jahren endet mit der Wiedervereinigung die Existenz zweier deutscher Staaten.

Als Wiedervereinigung wird der durch die friedliche Revolution in der DDR angestoßene Prozess der Jahre 1989 und 1990 bezeichnet, der zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland (BRD), am 3. Oktober 1990, führte. Damit vollzog sich die Deutsche Einheit, die seither an jedem 3. Oktober als Nationalfeiertag begangen wird. Damit wurden auch die Folgen des Zweiten Weltkrieges und die Ära des Kalten Krieges währenden Teilung der beiden deutschen Staaten beendet.

1990
Wahlen zur 1. Stadtverordnetenversammlung der Stadt, nach der Wiedervereinigung

1990
Umbenennung einzelner Straßen:

alte Straßenbezeichnung   neue Straßenbezeichnung
Ernst-Thälmann-Straße     Walter-Rabold-Straße
Friedrich-Engels-Platz    Schiffmann-Platz
Friedrich-Zeissig-Straße   Ziegelstraße
Karl-Marx-Platz     Neumarkt
Leninstraße     Mittelstraße
Straße der DSF     Dammstraße

Kontakt

Stadtverwaltung Gößnitz
Freiheitsplatz 1
04639 Gößnitz
Telefon: 034493 / 700
Telefax: 034493 / 21473

Bankverbindung:
Sparkasse 
Altenburger Land
IBAN: DE36830502001312002812
BIC: HELADEF1ALT

Freibad

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